Die Schneekönigin kehrt zurück


Wer ist sie, die Schneekönigin, die den pubertierenden Kay erst verführt, fast totküsst - ihn dann entführt, hoch in den Norden, wo er ganz blau vor Kälte inmitten einer kalten, leeren Herrlichkeit ganz alleine die Spiegelscherben seiner zersprungenen Seele wieder zusammenfügen soll?

Verführerisch ist sie, voller unterkühlter Erotik, perfekt in ihrer eisigen Schönheit – und existenziell be-drohlich. Sie hat ihren Ort – so sagt sie – im Spiegel des Verstandes und um Kay aus ihrer Gewalt zu erlösen, bedarf es eines starken Gegenpols: Gerda, Kays kleiner Freundin, die alle Kindheitserfahrungen mit ihm teilt und ihn liebt und... die den anderen – den mühevollen, sinnlich-schmerzhaften Weg der Erfahrung geht. Gefährlich und lang ist dieser Weg, vor allem, wenn man – wie die Gerda des 19ten Jahrhunderts – naiv ist. Aber letztendlich ist es ihre Unbeirrbarkeit im Gefühl, die Kays Seele heilt, so dass wir in einer großen Kreisbewegung wieder am Anfang der Geschichte stehen... mit Sommer und Rosen und der Idylle des Miteinander.

Die Vertonung des Märchens „Die Schneekönigin“ von H. C. Andersen verbindet den originalen epischen Text mit der Musik von Wolfgang Roese. Sie hält an der menschlichen Stimme als Kommunikationsmittel fest. Die Dramatisierung findet nicht auf der Textebene statt, sondern zwischen Text und Musik. Es mag ein Wagnis sein, einer einzelnen Sprechstimme ein Ensemble von 200 Musikern – großer Chor, und symphonisches Orchester – entgegen zu stellen, aber es entspricht der Polarität des Textes, in dem der Prozess der Erfahrung dem überwältigenden Augenblick gegenübersteht. Und es entspricht dem Komponisten, der seine besondere Begabung, Disparates, scheinbar Unversöhnliches musikalisch zu verschmelzen schon häufig unter Beweis gestellt hat.

Bereits zum dritten Mal wird "Die Schneekönigin" für großes Orchester, Chor und Sprecherin aufgeführt. Im April 2006 wurde das Erstlingswerk von Wolfgang Roese begeistert vom Publikum im Rahmen der Uraufführung aufgenommen und abermals im November 2006 in einer überarbeiteten Fassung zur Aufführung gebracht. Die emotionale, neoromantische Komposition ist nun am 17. Januar 2009 wieder zu erleben.

Die ungebrochene Nachfrage nach dem Werk und das 15jährige ORSOjubiläum bringen das vertonte Märchen nach Hans Christian Andersen wieder auf den Spielplan.

Erstmalig wird es am 17. Januar eine auf 90 Minuten gekürzte "Kinderfassung" für die Familienvorstellung (Einheitspreis 18€, 8€ für schulpflichtige Kinder) um 15 Uhr geben! Die Originalfassung (ca. 3 1/2 Stunden, mit zwei Pausen) gibt es dann um 19:30 Uhr

Saalplan und Kartenpreise für die Nachmittagsvorstellung (Kinderfassung)

Saalplan und Kartenpreise für Abendvorstellung (Originalfassung)

 

 

Auf einen Blick...

17. Januar 2009 Konzerthaus Freiburg
Aufführungen um 15 & 19.30 Uhr
Erstmalig wird es eine auf 90 Minuten gekürzte "Kinderfassung" für die Familienvorstellung um 15 Uhr geben (Einheitspreis 18€ Erwachsene, 8€ für Kinder). Die Originalfassung (ca. 3 1/2 Stunden, mit zwei Pausen) gibt es dann um 19:30 Uhr
Mehr zur "Schneekönigin" erfahren Sie unter www.dieschneekoenigin.com mit Audio und Videobeispielen aus der Weltpremiere...

Saalplan 15 Uhr (Kinderfassung)
Saalplan 19.30 Uhr (Originalfassung ungekürzt)

Weitere Info unter Tel.: 0761 / 70 73 200 oder info@orso.org

Sehnsuchts-Thema
"Sie ist fett!" (Räubertanz - Slowmotion)
Kays Thema
Kays Entführung
"Mir ist, als wäre jemand hinter uns..."

Hintergrundinformationen, Videoclips und Hörbeispiele finden Sie auf der Projektseite: www.dieschneekoenigin.com.

ORSOphilharmonic

ORSO - The Rock Symphony Orchestra
Schwarzwaldstr. 9-11, 79117 Freiburg
0761 - 70 73 200